Richtig Feuer machen im Kaminofen Fontgröße
ADMIN schreibt um 09:23:24 am 14.03.2009 PM | antworten

Ich heize täglich unser Erdgeschoss im Winter mit einem gemauerten 8-kW Kaminofen. Es ist kein Kachelofen, sondern einer mit Warmluft und großem Brennraum mit Glasscheibe. Die Holzscheite sind bei mir 35 cm lang und ca. 10-15 cm dick.

 

Anheizen: Für einen optimalen Wirkungsgrad ist es ganz wichtig, dass Ofen und Kamin schnell auf hohe Temperatur kommen. Deshalb schichte ich unten zuerst extra fein gespaltenes Holz zusammen mit Zeitungspapierknollen in Rautenform (#) auf. Darüber kommen dann immer dickere Äste bis der Brennraum ganz voll ist. Das Ganze wird noch mit einigen Knollen Zeitungspapier garniert, die wie Zunder brennen und die schwere Luft im Kamin verdrängen. Dann erst beginnt der Kamin zu ziehen. Beim Anheizen öffne ich ein Fenster, weil hier ganz viel Luft benötigt wird. Die Stauklappe im Abluftrohr ist ganz geöffnet, ebenso die Luftzufuhr unten am Brennraum.

 

Ich halte überhaupt nichts davon, einen Holzstapel von obenher abzubrennen. Das ist eine stinkende Show und die Brennstelle kommt nur schwer auf Temperatur. 

 

Wenn der gesamte Brennraum lichterloh brennt und die erste Glut sichtbar wird (nach ca. 10-15 Minuten), schließe ich zuerst die Stauklappe in der Abluft, nach einigen Minuten reduziere ich dann die Luftzufuhr unten. Jetzt kann man auch das Fenster wieder schließen. Je mehr Glut sichtbar wird, desto weiter kann die Luftzufuhr gedrosselt werden. Es stinkt und qualmt nichts mehr und der Kamin arbeitet optimal. Evtl. Ruß an der Scheibe verschwindet wieder!

 

Heizphase: In dieser Phase wird immer erst Holz nachgelegt, wenn das Glutbett am Verschwinden ist. Dazu alle Klappen öffnen und Brennraum wieder ganz füllen. Klappen erst schließen, wenn das Holz gut angebrannt ist.

 

Endphase: Schieben Sie die restliche Holzkohle zusammen und öffnen Sie die Luftzufuhr. Die Stauklappe bleibt geschlossen. Der Ofen geht jetzt aus, ohne dass die Scheibe verrußt.

 

Wenn Sie öfters die Scheibe reinigen müssen, machen Sie noch etwas falsch. Eine optimale Verbrennung produziert keinen Ruß.

 

juergenmi schreibt um 09:40:09 am 20.09.2011 PM | antworten
Alles sehr gut beschrieben.

Zur Ergänzung möchte ich eine neue, sichere und effiziente Methode vorstellen wie man ein Kaminfeuer zum Brennen bringt.

Man nimmt einen Kamineinsatz füllt diesen mit Holzpellets, fügt etwas Brennpaste oder Anzündwürfel hinzu, stapelt die Holzscheite darauf, zündet das ganze an und hat in wenigen Minuten ein herrlich brennendes Kaminfeuer. Weiter Infos gibt es unter:

http://www.kamin-feuer-machen.de




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