Schuldenstand von USA und Deutschland Fontgröße
ADMIN schreibt um 14:02:29 am 14.12.2008 PM | antworten

Deutschland:

Im Jahr 2008 wurden 1600 Milliarden Euro erreicht. Addieren wir die jüngste 470-Euro-Milliardenspritze für die deutschen Banken hinzu, so liegen wir bereits im Bereich von 2 Billionen Euro. Und selbst das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange: Das statistische Bundesamt in Wiesbaden bezifferte die deutsche Gesamtstaatsverschuldung (also Schulden der Bürger und Firmen dazuaddiert) bereits 2005 auf sagenhafte 7,5 Billionen Euro. Die Verschuldung pro Kopf beträgt damit fast 100.000 EUR.

 

USA:

Die USA haben inzwischen über 51 Billionen US$ an Schulden angehäuft.

Die Unternehmen sind davon mit 25 Billionen Dollar verschuldet. Die Verschuldung der privaten Haushalte liegt bei 14 Billionen Dollar, das verfügbare jährliche Einkommen aber nur bei 8 Billionen.

 

Das ist ein Verschuldungsgrad von 14/8=175%. Vor 20 Jahren waren die Bürger noch mit 100% verschuldet. Da inzwischen ein Großteil des privaten Einkommens für die Dinge des täglichen Lebens verwendet werden müssen und überhaupt nicht zur Schuldentilgung eingesetzt werden können, macht die Entwicklung so brisant!

 

Wenn man alle heute bekannten privaten und öffentlichen Schulden der USA durch die Zahl der Einwohner teilt, kommt man auf 360.000 US$ pro Kopf

ADMIN schreibt um 08:49:29 am 21.03.2009 PM | antworten

Die absolute Verschuldung an sich ist wenig aussagekräftig, wichtiger ist das Verhältnis der Verschuldung zum BIP, also der Wirtschaftskraft eines Staates. Hierzu habe ich eine schöne Graphik bei www.jjahnke.net gefunden:

 

rel. Verschuldung der wichtigsten Staaten

 

Wenn man nur die Staatsschulden betrachtet, sieht es für die USA nicht einmal so schlecht aus. Allerdings muss man die gewaltigen Privatschulden und Firmenschulden dazuaddieren.

 

Die hohe Staatsverschuldung von Japan reduziert sich, wenn man die Privatvermögen der Japaner (http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_Verm%C3%B6gensverteilung) wieder davon abzieht. Interessant wäre eine Aufstellung der Schulden pro Kopf der jeweiligen Staaten.

 

Aus den Daten schließe ich, dass bei konstantem BIP eine Währungsreform bei unveränderten Rahmenbedingungen (BIP, Zinsniveau, Währungsparitäten) nicht unmittelbar bevorsteht. Wenn es den Notenbanken gelingt, das ausgereichte Kapital wieder einzufangen, kann es durchaus noch viele Jahre bei einer wünschenswerten Inflation von 3% mit unseren Währungen so weitergehen. Das ist allerdings so mühsam und zeitraubend, wie das Zusammenkehren von Konfetti nach Fasching.

ADMIN schreibt um 08:36:08 am 08.01.2011 PM | antworten
Geithner warnt vor Staatsbankrott der USA

Mit drastischen Worten hat der amerikanische Finanzminister Geithner vor einer Staatspleite der USA gewarnt, dem Land drohten "katastrophale Schäden", wenn die Schuldenobergrenze von 14.3 Billionen USD nicht angehoben würde. Auf den ersten Blick ein politisches Manöver. Doch es zeigt auch, wie schlecht es der Großmacht wirklich geht. Mehr...




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