Baofeng GT-3 Fontgröße
ADMIN schreibt um 19:29:53 am 25.04.2015 PM | antworten
Für unter 50 EUR bekommt man heute schon ein 2 Band-Handfunkgerät "Made in China". Die Modulation des GT-3 ist glockenklar und die Verarbeitung ist tadellos. Ein Rundfunkempfänger sowie eine integrierte Taschenlampe machen das Paket perfekt. Entgegen der Anleitung befindet sich der Tonruf 1750 Hz nicht auf der BAND-Taste sondern auf der A/B-Taste. Die BAND-Taste hat einen Ton um 2000 Hz.

Der Hub beträgt in der Einstellung "Narrow" ziemlich genau 2,5 kHz, auf Wide ist er wie im Datenblatt angegeben ca. 5 kHz, wenn man sehr laut spricht. Eine Modifikation ist eigentlich nicht nötig, doch mit leicht geclippter und maximierter Modulation würden man von Mobilstationen noch leichter verstanden.
Da GT-3 und UV5-R praktisch den selben Schaltplan (aber leicht unterschiedliche Bauteildimensionierung) haben, könnte man es mit der unter https://hamgear.wordpress.com/2013/05/02/baofeng-uv-5r-modulation-modification/ oder http://www.gorhudson.com/2014/09/baofeng-uv-5r-modulation-fix.html beschriebenen Modifikation versuchen. Hier wird der VOX-Verstärker als zusätzlicher Mikrofonverstärker verwendet. Mit Lupenbrille und Adleraugen ist die Modifikation leicht durchzuführen. Ich habe bei meinem Gerät lediglich R72 überbrückt. Der Wert betrug nicht 6.8 k sondern war schon auf 1 k reduziert. Die Modulation wurde schon mehrfach gelobt. 

Mit dem Programm UV_5R_NEWOLD kann man 128 Kanäle programmieren und mittels des mitgelieferten USB-Adapterkabels auf das Funkgerät übertragen. Probleme machte der mitgelieferte Treiber auf Windows 7 während er auf XP problemlos lief. Ein älterer Treiber (3.2.0.0) von 31.07.2007 funktionierte dagegen auch auf Windows 7. Der Hersteller des Prolific Chips hat inzwischen seine Treiber so modifiziert, dass Nachbauten aus China nicht mehr mit der neuesten Version laufen. 

Das Lautsprecher-Mikrofon habe ich ebenfalls modifiziert, da die Modulation etwas dumpf und hölzern damit klang. Dazu lötete ich das Elektret-Mikrofon von der Platine und verband es mittels 2-er Drähte wieder mit dieser. Nachdem ich auch noch das Sprechloch etwas vergrößert hatte, steckte ich das Mikrofon zusammen mit etwas Watte in den Zylinder und die Modulation ist so laut wie beim eingebauten Mikrofon.  

Die Steckerbelegung ist ausgesprochen blöd, da man beide Buchsen beschalten muss, um den Sender zu tasten. Hierbei sind die Massen beider Stecker zu verbinden. http://www.miklor.com/COM/UV_Technical.php beschreibt die Steckerbelegung.

Nachteile: 
  • ISM-Geräte in Funkgerät-Nähe auf 433-434 MHz führen zum Öffnen der Rauschsperre. 
  • S-Meter zeigt nur, ob Rauschsperre aufgegangen ist, mehr nicht.
  • Scanvorgang ist nicht komfortabel. Kanäle lassen sich nicht temporär deaktivieren. Scanvorgang bei belegtem Kanal schwer zu starten.
  • Oberwellendämpfung ist mit 50 dB nicht besonders gut. 60 dB wären besser.
  • SQL Einstellung praktisch ohne Wirkung.
  • LCD-Display nur sehr schwer ablesbar. 
  • Stecker vom Lautsprechermikrofon bekommt manchmal keinen Kontakt. 
  • Potentiometer ist nach 2 Jahren defekt. Leise Lautstärken lassen sich kaum noch einstellen.





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