Welcher Alkoholikertyp bin ich? Fontgröße
ADMIN schreibt um 16:04:43 am 21.11.2008 PM

Ein gewisser Jellinek hat versucht, die Alkoholkonsumenten zu klassifizieren. Dieses Schema ist wissenschaftlich überholt - vergessen Sie es. Nachfolgend finden Sie eine zeitgemäße Aufbereitung der Typologie.

 

  • Als Genusstrinker freuen Sie sich am Wochenende auf die teuere Flasche Wein, von der Sie Freitagabends das 1. Viertele probieren, am Samstag dann das 2. Viertele und zum Sonntagsbraten das 3. Viertele. Damit wäre die Flasche leer und Sie haben in der Tat etwas für Ihre Gesundheit getan. Unter der Woche trinken Sie höchstens 1 Flasche Pils oder Export zum Abendessen. Herzlichen Glückwunsch, Sie gehören zu den Menschen, die einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol zeigen. Wenn Sie jetzt auch noch in der Lage sind, in der Fastenzeit auf Alkohol zu verzichten, ohne dass Ihr Wohlbefinden beeinträchtigt ist, dann kann sogar eine psychische Abhängigkeit ausgeschlossen werden. Auch die Toleranzentwicklung (Sie brauchen irgendwann mal mehr) hält sich in Grenzen.

  • Der Anlasstrinker ist zwischen 20 und 30 Jahre als und trinkt ausschließlich auf Partys oder sonstigen "Anlässen".  Er verwendet Alkohol, um locker zu werden und Kontakte zu knüpfen. In die Suchtberatung kommt er erst, wenn er seinen Führerschein verloren hat und sich auf die MPU vorbereiten muss. Viele Twens wechseln nach dem Studium mit dem Eintritt ins Berufsleben zum Genusstrinker.  

  • Der Kampftrinker oder Komasäufer ist eine ganz neu aufgetretene Spezies und ausschließlich unter Jugendlichen zu finden. Zuerst wurde er in England beobachtet, nun ist er auch in Deutschland heimisch geworden. Er konsumiert aufgesüßtes Hochprozentiges, das er sich selbst mischt, nachdem die Alkopops zu teuer wurden. Obwohl meist in Gruppen und wettsportartig am Wochenende getrunken wird, ist die Entwicklung einer Alkoholabhängigkeit enorm, da die Jugendlichen sich mitten in der psychischen und geistigen Entwicklung befinden. Weil Alkohol erst nach 60 Minuten seine max. Wirkung entfaltet, ist die Gefahr beim Genuss von Wodka und Co. außerordentlich hoch, bewusstlos zu werden und an einer Lähmung des Atemzentrums zu sterben. Bisweilen erstickt der junge Mensch auch unbemerkt an seinem Erbrochenen! Erstaunlicherweise betreiben diese lebensgefährliche "Sportart" ebensoviele Mädchen wie Jungs. Das Gesundheitswesen darf schon jetzt mit erheblichen Kosten in der Zukunft rechnen, die ganzen Macken wieder wegzudengeln!

  • Wenn Sie versuchen, Ihren Alkoholspiegel im Blut tagsüber konstant zu halten, dann gehören Sie zu den Spiegeltrinkern. Das bedeutet, dass Sie während der Arbeit mehrfach nachtanken und zum Dienstende meist zu den ersten gehören, die das Gebäude verlassen. Überstunden - Fehlanzeige. Der Picollo am Morgen zum Anregen des Kreislaufs gehört zu Ihrer Dauermedikation wie der Rotwein zum Essen.

  • Als Gewohnheitstrinker gehören auch Sie nicht gerade zu denjenigen, die das Büro später als nötig verlassen. Dazu ist der Durst nach 8 Stunden alkoholfreier Arbeit einfach zu groß. Zu Hause warten schließlich schon die Bierflaschen in Reih und Glied, um Sie beim Öffnen der Kühlschranktüre mit einem fröhlichen Klappern zu begrüßen. Wenn im Laufe des Abends  dann die 8. Flasche Pils durch die Kehle rinnt, gehen auch in Ihrem Oberstübchen bald die Lichter aus und Sie ziehen sich lautlos und unaufällig in Ihr Schlafzimmer zurück. Dort verbringen Sie dann laut schnarchend eine traumlose Nacht. Also Profitrinker wachen Sie morgens meist ohne Kater auf und fahren allenfalls mit leichter Dünung in der Birne pflichtbewusst wieder zur Arbeit.

  • Als Quartalssäufer bringen Sie in den Augen der anderen Alkoholikertypen tatsächlich das Kunststück zu Stande, wochenlang ohne Alkohol auszukommen. Ihnen reicht es, sich in größeren Abständen "abzuschießen". Allerdings sind Sie danach auch tagelang arbeitsunfähig. 

  • Dass Sie ein Homo Alcoholicus sind, können wir gleich ausschließen. Diese Spezies des gemeinen Penners kann das Wort Internet nicht einmal buchstabieren. Sie trinkt bevorzugt in der Öffentlichkeit in geselliger Runde und ihr Lebensmittelpunkt pendelt zwischen Kiosk und Parkbank. Oft wird das Trinker-Grüppchen von Hunden begleitet, ehe es lange vor Erreichen des Rentenalters eben vor dieselben geht.

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