Alkohol und seine Folgen Fontgröße
ADMIN schreibt um 11:13:49 am 21.11.2008 PM

Folgen von Alkohol

 

Wer meint, man könnte einen Alkoholiker an der Nase erkennen, irrt gewaltig. Die Selbsthilfegruppen der Anonymen Alkoholiker, des Kreuzbundes und anderer Einrichtungen sind voll von Frauen und Männern, denen man nicht im Geringsten ansieht, dass es sich um ehemalige Trinker handelt. Die einzige Gemeinsamkeit dieser Personengruppe dürfte allenfalls das gehobene Alter (>40) sein. Den Archetypus des homo alkoholicus mit der bläulichrot-geäderten, grobporigen Trinkernase (Alkoholiker-Ampel) und den geplatzten Äderchen im Gesicht finden Sie eher auf der Parkbank oder unter Brücken schlafend. Und der würde auch nie zugeben, dass er alkoholabhängig ist. Nein, die Folgen von jahrelangem Alkoholmissbrauch sind bei den meisten nicht so offensichtlich.

 

Die körperlichen Folgen von Alkoholmissbrauch treten bei einem berufstätigen Erwachsenen, der regelmäßig seine Biere abends zur Entspannung trinkt, erst nach vielen Jahren auf. Je nach Disposition und Trinkmenge kommt es früher oder später zu einem oder mehreren der folgenden Symptomen:

  • Magenschleimhautentzündung (Gastritis)
  • erhöhte Leberwerte (bis hin zum Totalausfall des Trinkergekröse)
  • Herz-Kreislauferkrankungen wie Bluthochdruck (Hypertonie) und Herzrasen (Tachykardie)
  • Reizdarm (kolikartige Schmerzen im Dünndarm, Verstopfung und Sprühwurst wechseln sich ab)
  • Bauchspreicheldrüsenentzündung (Pankreatitis)
  • Krampfadern der Speiseröhre (Ösophagus-Varizen). Wenn DIE einreißen, dann Halleluja und literweises Erbrechen von Blut!
  • Vermehrter Bauchumfang bei Bauchwassersucht (Aszites)
  • Trinkerbeine (Polyneuropathie)
  • Verlust des Kurzzeitgedächtnis (Korsakow-Syndrom, willkommen auf der Geschlossenen) . Wenn Sie sich nicht mehr an das erinnern können, was Sie am Vorabend im Suff versprochen haben, dann weiter so, Sie sind bald am Ziel!
  • Depressionen (dass Alkohol die Ursache ist, wird von vielen Ärzten gar nicht in Erwägung gezogen!)
  • Angstzuständen und Rückzug in die eigenen 4 Wände 
  • erhöhte Reizbarkeit bis hin zum Jähzorn

 

Wieso ist Alkoholismus als Krankheit anerkannt, während die Nikotinsucht mit der Aussicht auf tödlichen Lungenkrebs zum Privatvergnügen des Rauchers erklärt wird? Ganz einfach, wobei wir schon bei einer Folge wären: Alkoholiker schädigen die Wirtschaft. Nein, nicht DIE Wirtschaft mit angeschlossenem Biergarten! Sondern die Kapitalisten mit angeschlossener Globalisierungseinrichtung. In der Tat ist es so, dass die Anzahl der Krankheitstage eines Alkoholikers signifikant höher ist, als die eines Rauchers. Weil ein solcher Arbeitnehmer ganz schnell auf die Abschussliste eines Unternehmens gerät und damit als Rentenzahler ausfällt, ist die Rentenversicherung sehr daran interessiert, das zu verhindern. Nicht umsonst werden stationäre Langzeit-Entwöhnungen so großzügig genehmigt und bezahlt. Auch der Staat hat lieber einen intakten Steuerzahler und fördert dementsprechend großzügig die Einrichtungen der Suchtberatung und Prävention.

 

Es ist immer wieder erschreckend zu sehen, wie gnadenlos Alkoholkonsum (in Verbindung mit Benzos und Crack) einen Menschen zerstören kann. So lallen hochdekorierte Akademiker mit 45 Jahren auch Wochen nach dem Entzug noch, als wären Sie stockbesoffen und müssen sich Insulin spritzen, weil die Bauchspeicheldrüse sich aufgelöst hat.

 

Die meisten Ärzte vermeiden es tunlichst, wieso auch immer, selbst bei offensichtlichen Symptomen das Thema Alkoholmissbrauch anzusprechen. Dementsprechend lang gestaltet sich der Leidensweg eines Trinkers. Erst wenn der Arbeitsplatz gefährdet ist oder der x-te Versuch, die Trinkmenge zu kontrollieren, misslungen ist, reift schließlich beim Betroffenen die Erkenntnis, dass er ein Problem haben könnte.

 

Angehörige sollten wissen und respektieren:

 

Ohne Krankheitseinsicht ist eine Behandlung nicht möglich und Besserung aussichtlos!

 

Heilung ist bei Alkoholismus ausgeschlossen, allenfalls ein Fortschreiten der Krankheit kann verhindert werden! 

 

Der Betroffene wird lebenslänglich um seine Abstinenz kämpfen müssen und der Kampf wird meist garniert sein mit Rückfällen!

 

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